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Bringen Sie Ihren Müll doch einfach zur Bank!

Auch wer keinen Garten hat, kann mit Hilfe der von Nutzmüll entwickelten "Hamburger Wurmbank" den größten Teil seiner organischen Küchenabfälle zu wertvoller Komposterde verarbeiten lassen.

Die eigentliche Arbeit verrichten kleine rotgeringelte Würmer (Eisenia foetida) und eine Vielzahl von Mikroorganismen. Etwa ein Drittel des Hausmülls muss somit nicht mehr in die Mülltonne, sondern wird zu Wurmhumus verwertet, einem organischen Dünger, bestens geeignet für Blumentöpfe und Balkonkästen und Gemüsebeete.

Vom Frühjahr bis zum Spätherbst steht die Wurmkiste am besten im Schatten auf dem Balkon. Sobald es für die Würmer kühl bis frostig wird, sollte die Wurmkiste ins Haus. Im Keller oder auf dem Dachboden kann dann weiter kompostiert werden.

Wann das geschehen muss, hängt davon ab, wie voll die Kiste ist. Wenn nur wenig Humus und Futter in der Wurmbank ist, dann muss sie schon bei Temperaturen unter 8 Grad Celsius ins Haus. Ist die Kiste dagegen schon halb voll, so entsteht durch den Verrottungsprozess so viel Wärme, dass sie erst dann herein-geholt werden muß, wenn strenger oder langanhaltender Frost zu erwarten ist.

Der Startbesatz für die Wurmbank besteht aus Wurmhumus mit Wurmbrut und einigen ausgewachsenen Würmern. Dazu sollten noch ein paar Handvoll Garten- oder Walderde gegeben werden (es muss "lebendiger Boden" sein, keine Erde aus der Tüte), bis der Boden der Kiste etwa 10 cm hoch bedeckt ist.

Die Wurmkiste ist durch ein Drahtnetz geteilt. Dieses Doppelkammersystem erleichtert die Entnahme von fertigem Humus erheblich. Zuerst wird eine Kammer für den Kompostiervorgang benutzt. Ist diese mit fertiger Komposterde gefüllt, beginnt man, die organischen Abfälle ausschließlich in die zweite Kammer zu legen. Die Würmer wandern dorthin, wo sie etwas zu fressen finden.


Die Kompostwürmer lieben:
- Obst-, Gemüse- und Kartoffelschalen
- Kaffeesatz mit Filtertüten (mögen sie besonders gerne)
- Teeblätter
- ausgekämmte Haare von Mensch und Tier
- zerkrümelte Eierschalen
- verblühte Schnitt- und Topfblumen
- Speisereste in kleinen Mengen
(bitte in den Kompost eingraben, so dass sie nicht faulen und dann unangenehm riechen).

Ab und zu kann man auch die Schale einer ungespritzten Zitrusfrucht gut zerkleinert untermischen (schimmelt leicht).

Alle organischen Abfälle sollten möglichst kleingeschnitten werden, damit der Kompostiervorgang beschleunigt wird.

Mit dem Kompostierbeginn sollten wöchentlich nur etwa 200g Küchenabfälle gefüttert werden; diese Menge kann entsprechend der ansteigenden Wurmpopulation langsam vergrößert werden. Nach etwa 4 Monaten läuft die Wurmbank auf vollen Touren und schafft die Abfallmenge eines 2- bis 3- Personenhaushalts. Bei Überfütterung wird nicht alles Material verarbeitet; es kann dann zu Fäulnis und Gerüchen kommen. Bei Unterfütterung vermehren sich die Würmer nicht oder ihre Anzahl sinkt sogar.

Die Küchenabfälle sollten oberflächlich in die vorhandene Komposterde eingearbeitet werden, damit sie nicht austrocknen und eventuelle Gerüche gebunden werden. Von Zeit zu Zeit kann etwas Gartenerde oder Steinmehl aufgestreut werden. (Im Gartenfachhandel oder bei Nutzmüll erhältlich).


Die Würmer fühlen sich wohl, wenn es in der Kiste dunkel und feucht-warm ist. Außerhalb der Kiste würden sie binnen kurzer Zeit vertrocknen.
Ist der Kompost zu trocken, gibt man abgestandenes Wasser
in kleinen Mengen hinzu.
Ist der Kompost zu nass, unterläßt man jegliches Wässern (z.B. Teeblätter erst trocknen lassen)
Das beste Zeichen dafür, daß alles richtig läuft, ist eine hohe Vermehrung der Würmer.
Die Komposterde hat dann einen waldbodenähnlichen, milden Geruch.

Was ist Wurmhumus ?
Der Kompostwurm stopft unaufhörlich Erde und organisches Material in sich hinein und scheidet nach der Darmpassage seine Nahrung als feinste Humuskrümel aus, die eine Unzahl nützlicher Mikroorganismen enthalten. Wurmhumus ist sehr nährstoffreich, fördert das Wurzelwachstum und stärkt die Widerstandskraft der Pflanzen gegen Krankheiten und Schädlinge. Im Gegensatz zum Kunstdünger sind die Pflanzennährstoffe im Wurmhumus an Ton-Humus-Komplexe gebunden. Das verhindert das "Aufschießen" und Anfälligwerden der Pflanzen, sogenannte "Verbrennungen" und das Auswaschen der Pflanzennährstoffe in Gewässer und Grundwasser. Ton-Humus-Komplexe erhöhen außerdem die Pufferfähigkeit des Bodens gegen sauren Regen.


Verwendung des Kompostes
Der Wurmhumus wird als Dünger verwendet, indem er als Schicht von 2 bis 10 cm auf die Blumentöpfe, Balkonkästen, Beete und Rabatten gestreut wird. Beim Umtopfen von Zimmerpflanzen kann zur Blumenerde 20 bis 25% Wurmhumus beigemischt werden. Vermehren sich die Kompostwürmer mit der Zeit zu sehr (bis die Wurmbank voll ist, vergehen allerdings mindestens 1 bis 2 Jahre), kann ein Teil der Würmer z.B. in Gartenkompostern ausgesetzt werden.


18 Jahre Praxiserfahrungen mit der Wurmbank
Nutzmüll fördert seit achtzehn Jahren die Kompostierung durch Öffentlichskeitarbeit und die Vergabe von jährlich etwa 300 Wurmbänken.

Insgesamt wurden seit 1986 somit etwa 5.400 Wurmbänke an umweltbewußte BürgerInnen abgegeben. Über 1.800 Kubikmeter Eigenkompost wurden durch die Wurmbank hergestellt und ein beachtlicher Mülleinspareffekt im Umfang von ca. 12.600 Kubikmetern erzielt.

 

 

 

Hamburger Wurmbank:
60 cm breit, +6cm Griffe
46 cm tief (m. Deckel)
49 cm hoch (m. Füßen)

Die Wurmbank ist
zu beziehen über
unsere Kontaktseite

die Wurmbank kostet:
Selbstabholer: 45,- Euro
mit Versand: 67,90- Euro

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