„Lieber
einmal in der Sonne als ständig hinterm Mond"
Die Bereiche Umwelt- und Solartechnik werden immer wichtiger.
Vor nicht mal 10 Jahren waren diese Bereiche fast kein
Thema für Industrie und Gesellschaft. Nun wegen
der Gefahren, die Klimaänderung und globale Armut
bringen, sorgen diese Techniken heute für neue
Hoffnung. Besonders im Kampf gegen Armut in den s.g.
Entwicklungsländern können Umwelt- und Solartechniken
eine entschiedene Rolle spielen.
Ziel
der Energiewerkstatt
Die Energiewerkstatt wurde Ende 2008 eingerichtet und
baut Prototypen für das Nutzmüll-Projekt in
Gambia. Die Prototypen arbeiten mit Solarstrom = Gleichstrom
und werden von Nutzmüll-Teilnehmern der AG (Arbeitsgruppe
für Solar- und Umwelttechnik) unter Energiewerkstatt-Anleitung
gebaut. Hierbei werden Teile aus Schrottautos, Schrott-LKW´s
und alten Geräten, die mit Gleichstrom arbeiten,
benutzt.
Unten
in der Abbildung ist das erste Tischmodell für
Schulungszwecke zu sehen. Das Solarmodul liefert Gleichstrom
aus Sonnenlicht (dieses Prinzip nennt man Photovoltaik)
und lädt einen 12 V Akku auf. Ist der Akku voll
geladen, werden kleine Modell-Verbraucher, wie eine
Lampe oder eine kleine Pumpe, vom Akku angetrieben.
Das Häuschen im Hintergrund links und viele Teile
des Modells sind aus Restholzstücken gebaut.
Damit verfolgt die Energiewerkstatt den Gedanken des
"Upcycling". Upcycling bezeichnet ein Verfahren,
bei dem aus Müll oder Reststoffen neue Produkte
entstehen: Taschen aus Lastwagenplanen, CD-Covers aus
alten Schallplatten, Büroartikel aus defekten Computerplatinen
oder Christbaumschmuck aus Aluminiumdosen.
Upcycling
ist somit eine Komponente der Nachhaltigkeit bei der
Abfallstoffe zur Erzeugung neuer Produkte verwendet
werden. Generell handelt es sich hierbei um eine Investition
in die Umwelt. Im Upcycling verwendet man Wegwerf- und
entwertete Produkte um sie in Dinge von größerem
Nutzen und Wert zu transformieren. Dieser Prozess erlaubt
die Reduzierung von Abfall und den Verbrauch von Neugeräten. |