|
171
Vermüllungsflächen ohne
eindeutige öffentliche Zuständigkeit (z.B. der Stadtreinigung
Hamburg) hat ein von der Behörde für Umwelt und Gesundheit
in Auftrag gegebenes Gutachten im sozialen Brennpunkt (17,8
Prozent SozialhilfeempfängerInnen) Osdorfer
Born festgestellt.
Zuvor
arbeitlose "Nutzmüller" helfen mit, das Wohnumfeld
von 12.600 Osdorfern wieder l(i)ebenswerter zu machen. Ein
wichtiger Beitrag zum Sicherheits- und Wohlbefinden der dort
lebenden BürgerInnen.
Dies
geschieht durch regelmäßige zusätzliche Reinigung
der sogenannten Verschmutzungsschwerpunkte, aber auch durch
aktive und bürgernahe Abfallberatung sowie die nette
aber nachdrückliche direkte Ansprache von "Müllsündern".
Einmalig
für Hamburg ist dabei die enge Kooperation mit sieben
Wohnungsunternehmen und dem Born-Center, die sich an der Finanzierung
der Stellen beteiligen, sowie der direkten Einbindung der
zuständigen Hausmeister vor Ort.
Seit
Projektbeginn im Juni 2002 sind bis zum 31.12.2007 insgesamt
3.035 Kubikmeter Müll, also etwa 15.175
blaue Abfallsäcke zusätzlich von
den Borner Putzern in Osdorf eingesammelt und zum Recyclinghof
der Hamburger Stadtreinigung gebracht worden.
Die
anfallenden Entsorgungsgebühren übernimmt lobenswerter
Weise die Hamburger Behörde für Stadtentwicklung
und Umwelt (BSU).
"Müllschiebung"
am Osdorfer Born
Ob
altes Sofa, Hamsterkäfig oder Autoreifen - jeder kennt
die Situation, in der man etwas loswerden will, aber nicht
weiß, wie und wohin.
Damit
die über 12.500 am Osdorfer Born lebenden BürgerInnen
nicht den Entsorgungsüberblick verlieren, wird noch vor
Weihnachten 2004 ein neu entwickelter Müllschieber an
5.500 Haushalte im Stadtteil verteilt.
Das
Besondere an dieser maßgeschneiderten neuen Bürgerinformation
ist, dass der Müllschieber in kompakter und spielerischer
Form alle wesentlichen stadtteilbezogenen Abfallinformationen
über das „Was?“ und „Wohin?“
direkt in der Nähe enthält. Man muß einfach
nur das Innenteil verschieben, dann ist der richtige Entsorgungsweg
kein Problem mehr.
Auf
der Rückseite findet man darüber hinaus die Abholzeiten
der Straßensammlung, die Termine für die mobile
Problemstoffsammlung, die Standorte der Container für
Glas, Papier und Verpackungen und vieles mehr.
Der
Müllschieber entstand im Rahmen des Projekts Borner Putzer
des Umweltvereins und Beschäftigungsträgers Nutzmüll
e.V. und wurde von der Behörde für Stadtentwicklung
und Umwelt, allen ansässigen Wohnungsunternehmen, dem
Born Center sowie dem Stadtteilbüro Osdorfer Born im
Rahmen einer Public Private Partnership finanziert.
|